Freitag, 16. Oktober 2009

Weltkulturerbe Parhapur


Da der gestrige Tag wieder etwas anstrengender war und wir spät noch eine Reflexionsrunde mit Manfred angesetzt hatten, konnten wir unseren "Freien Tag" nutzen, um etwas länger zu schlafen. Nach dem Frühstück warteten wir dann auf Shoma, um zum "Parhapur Musuem" zu fahren. Auf dem Weg dorthin haben wir noch Sultana, ebenfalls eine Workshoppartnerin von uns, und ihre Schwester abgeholt. Die Fahrt war wieder einmal sehr holprig und, wie in den letzten Tagen auch, benötigten wir viel Wasser, da die Sonne immer noch sehr stark und warm von oben auf uns herunter schien. Als wir aus dem Auto stiegen, versammelte sich wie üblich eine kleine Menschenmenge um uns und uns wurde sofort ein Sonnenschirm angeboten, den wir aber dankend ablehnten. Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten (Bangladeschi: 10 Taka = 10 Cent, Bideschi (Ausländer): 100 Taka = 1 Euro) und wir durch ein kleines Tor zum Museumseingang schreiten wollten, bemerkten wir, dass die Musuemstür noch verriegelt war. Also entschlossen wir uns zuerst den "Mountain", wie Shoma ihn nannte (ein früherer buddhistischer Tempel), zu erklimmen, um ein paar schöne Fotos zu schießen.













Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem kleinen Jungen vorbei, der den Besucher Erdnüsse verkaufte. Hier zeigte sich, wie verbreitet die Vorurteile gegenüber den "reichen Weißen" sind, da er uns bereits in seinem Alter die Erdnüsse, die ein Einheimischer für 10 Taka bekam, für 100 Taka verkaufen wollte.
Als wir dann wieder am Museumseingang ankamen, war die Türe immer noch verschlossen und erst nach einer Weile konnten wir endlich eintreten. Da zeigte sich mal wieder die bangladeschische (Un)pünktlichkeit. Im Museum waren sehr viele buddhistische Ausgrabungen ausgestellt, da wir es jedoch sehr eilig hatten, uns mit einem Schokoeis zu erfrischen, waren wir schnell mit dem Besichtigen der Ausstellung fertig. Danach teilten wir uns in zwei Gruppen auf: Die erste fuhr zurück in unser Ashroi-Quartier und die zweite weiter, um
den nächsten Tempel zu besichtigen. Abends trafen wir uns im Quartier wieder, um gemeinsam Shoma und ihre Familie zu besuchen. Dort wurden wir herzlich begrüßt und bekamen leckere Speisen aufgetischt. Außerdem wurde noch für uns gesungen. Als Gegenleistung sangen wir wie immer "Bruder Jakob" und das bangladeschische Lied "Amra Sabai Raja". Zum Schluss bekamen wir noch Shomas jahrelangen heimlichen Freund zu Gesicht. Ihn musste sie in einem nahegelegen, dunklen Wäldchen abholen und konnte ihn nur mithilfe einer erfundenen Geschichte das erste Mal zu sich mit nach Hause nehmen. Zurück bei Ashroi gab es das übliche Abendessen (Reis mit Dal und Fisch) und jetzt machen wir uns fertig für die letzte Nacht
in Joypurhat.

4 Kommentare:

  1. Hallo alle zusammen, wir finden es unglaublich spannendEuch bei Eurem Abenteuer zu begleiten. Da wir bereits Indien bereist haben kommt uns vieles bekannt vor. Danke für die Gedanken und Erlebnisse aus Eurer "anderen Welt". Weiterhin viel Spaß, doch vorsicht mit dem Schokoeis (das kann schwer nach "hinten" losgehen).
    Felix, wir sehen uns am 23.!
    Liebe Grüße, aus Aachen von Nana (Tante von Felix), Klaus und Luka

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  2. Hallo zusammen!

    Ich war noch nie so oft auf der Schulhomepage wie jetzt! Eure so liebevoll und anschaulich verfassten Berichte sind mittlerweile tägliches Pflichtprogramm bei mir,denn sie faszinieren mich und machen besonders anschaulich, wofür wir uns in der Schule einsetzen.Ich denke, St. Martin werden die Impulse dadurch besonders stark sein, die Projekte zu unterstützen. Eine meiner Töchter, die ein halbes Jahr in Peru lebt, liest von dort aus ebenfalls eure Berichte. Sie erlebt dort auch, was sowohl Armut als auch Unterdrückung bedeuten kann, und findet eure Darstellungen beeindruckend.
    Ich wünsche euch alles Gute - ihr seid alle miteinander toll!
    Viel Spaß weiterhin mit "Bruder Jakob" und bleibt gesund

    Brigitte Höttges

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  3. Hallo zusammen!
    Ich bin's nochmal.
    Ich finde erstaunlich was ihr alles da macht und dabei müsst ihr noch das heiße Wetter aushalten. (Besonders finde ich das nasse Hemd hübsch). Ihr werdet euch auf jeden Fall umgewöhnen müsse, wenn's ums Wetter geht. Hier ist es nämlich das genaue Gegenteil dazu, was ihr bei euch habt.
    Nach euren Texten hilft das Geld, das wir jedes Jahr dahin schicken, sehr gut angebracht. Auch wenn ich nicht mit euch, was ich im nachhinein bedauer, geflogen bin, zeigen mir eure TExte, dass ich beim nächsten Sposnorenlauf mehr Spnsoren finden sollte ;).
    Ich hoffe ihr könnt mir und allen anderen eure Eindrücke in der Schule erzählen.
    Soweit ich weiß kommt ihr schon Dienstag wieder. Vielleicht sind für ein paar von ein paar Überraschungen am Flughafen ;):P.
    Naja lasst euch überraschen :D.

    Liebe Grüße,
    Eric

    P.S. Frau Manke, Herr Karsch ich finde es bemerkenswert, dass Sie Ihre, mehr oder weniger freien, Herbstferien opfern, um mit meinen Stufenkameraden (& zum Teil auch guten Freunden)diese besondere Ehrfahrung mitzuerleben. Hut ab! (Naja, ich trag eigentlich keinen Hut :P)

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  4. Hallo Ihr Lieben,
    wir warten täglich gespannt auf Eure neuen
    Berichte, sind aber auch jetzt froh dass
    Eure Zeit bald um ist und Ihr wieder Zuhause seid !!. Wir haben lange überlegt womit wir unserer Tochter zur Begrüßung eine Freude machen können, aber wir denken Ihr werdet erst einmal mit "Geschenken" überhäuft:
    nicht mit der Rickscha nach Hause fahren,
    Eure schönen Zimmer und Essen nach Wunsch,
    und ab dem 26. Oktober dürft Ihr wieder Eure Schule besuchen u.s.w.
    Wir wünschen Euch für die letzten zwei Tage noch viel Spass in Dhaka und Dir Christina gute Besserung !
    Bis Dienstag wir freuen uns riesig auf Euch !!!
    Familie Pickartz

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