Montag, 19. Oktober 2009

Arne, Felix, Julia und Eva lost in Dhaka


Shoppen ohne Ende!!!
Nach dem Frühstück gingen wir gestärkt auf die große Einkaufstour. Mit etlichen Takas im Brustbeutel fuhren wir von einem Einkaufszentrum zum nächsten, immer mit Blick auf private Andenken, Kleidungsstücke, Mitbringsel und nicht zuletzt für Sachen, die wir auf einem Bazar in unserer Schule verkaufen möchten. Ja, ihr lest richtig: noch vor Weihnachten könnt ihr euch die tollsten Weihnachtsgeschenke an unserem bangladeschischen Stand kaufen. Natürlich werden wir die Sachen mit einem Gewinn verkaufen, um anschließend wieder der Organisation Netz Geld zur Unterstützung der hiesigen Projekte zukommen zu lassen. Dennoch werden die Preise sicherlich für euch annehmbar sein.
Und so ereignete sich auf dieser großen Einkaufstour, dass sowohl Julia und Felix in der einen Rikscha als auch Arne und Eva in der anderen plötzlich allein im Trubel des Verkehrs saßen. Von der anderen Straßenseite winkte Daniel Karsch uns noch lächelnd zu. Das Problem allerdings bestand darin, dass er genau in die andere Richtung fuhr und unsere Rikschafahrer nicht einfach drehen konnten, sondern im Verkehr festsaßen. Ja, da thronten wir also hilflos in unseren Rikschas:

- Verständigung in Bangla? - not possible!
- Die anderen Anrufen? - not possibel, keine Takas mehr auf dem Handy!
- Das Einkaufszentrum dem Rikschafahrer sagen? – not possibel , da unbekannt!























Also Ruhe bewahren und zumindest zu Viert zusammenbleiben. Die Rikschafahrer strampelten sich ab und irgendwann klingelte das Handy. Gott sei Dank! Die anderen hatten inzwischen auch unseren Verlust bemerkt und riefen an. Da Agata perfekt Bangla spricht, wurde das Handy ohne zu zögern dem Rikschafahrer gereicht. Zehn Minuten später wurden wir mit einem lauten Halli und Hallo begrüßt. Die Shoppingtour nahm ihren weiteren Verlauf.
Müde Füße, knurrender Magen, aber glücklich über den guten Einkauf fuhren wir zurück zu unserer Unterkunft. Dort war bereits für uns gekocht worden und zu unserer Überraschung standen auch gekochte Kartoffeln auf dem Tisch.“Yeah! Ich mach Bratkartoffeln!“ Schon hatte Rosa das Messer in der Hand und Christina bereitete die Spiegeleier zu. Ein einziger Festschmaus! Inzwischen träumen wir von Bratwurst, Leberwurstbrot, Rotkohl, Vollkornbrot, Goudakäse ...Also nun wisst ihr ja, womit ihr uns eine Freude bereiten könnt.

1 Kommentare:

  1. Liebe Reisende!

    Ich verfolge immer wieder gerne und gespannt Eure Einträge, gespickt mit vielen interessanten und bewegenden Erlebnissen.

    Es begeistert mich ungemein zu sehen, wie viel Ihr in den letzten knapp zwei Wochen gesehen und woran Ihr teilgenommen habt. Ich hoffe, dass Euch diese Erfahrungen und vor allem die Begegnungen mit den Menschen in Bangladesch noch lange begleiten werden und Ihr bei vielen Gelegenheiten diese nach Eurer Rückkehr (mit)teilen könnt.

    Im Namen des gesamten NETZ-Teams in Wetzlar möchte ich mich herzlich bei Euch bedanken!

    Niko

    www.bangladesch.org

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