Donnerstag, 15. Oktober 2009

Joypurhat Tag 2: Ein Leben lang genug Reis


Nach einer etwas längeren, erholsamen Nacht in unserem Quartier, bekamen wir nach dem Frühstück einen Einblick in die Arbeit von ASHROI (Action to Safeguard Human Rights Of the Indigents). ASHROI ist eine hiesige NGO mit der NETZ an einigen Projekten zusammenarbeitet. Von besonderem Interesse für uns war dabei das IFSUP (Income and Food supply for ultra poor) Projekt. Dabei handelt es sich um das von unserer Schule unterstützte Projekt: Ein Leben lang genug Reis. Nach einer etwas trockenen, theoretischen Einführung und einer kurzen Diskussion im Anschluss hatten wir die Gelegenheit uns unser unterstütztes Projekt „Live und in Farbe“ anzugucken.
Also raus in die Vans (diesmal wirkliche Vans!) und los ging es. Nach zwanzig minütiger Fahrt über holperige Straßen erreichten wir das Dorf. Dort wurden wir erneut überaus freundlich begrüßt und wohnten einer Versammlung jener Frauen bei, welche vom IFSUP-Projekt unterstützt werden. Dank der Hilfe von Agata konnten wir uns mit diesen Frauen über die Organisationsstrukturen, ihre Ängste, ihre Hoffnungen, ihre Träume und die bereits erreichten Ziele austauschen. Hier wurde jedem von uns ganz klar, dass die am MEG geleistete Arbeit zur Unterstützung dieser extrem armen Familien ganz wichtig ist und wir hier auch schon einiges bewirkt haben! Nach diesem Austausch nutzten wir die Gelegenheit und begleiteten einige der Frauen zu ihren Häusern und Familien. Spätestens hier erhielt der Begriff „Armut“ für uns alle eine neue Dimension – Eltern, Kinder und das Vieh teilen sich des Nachts einen kleinen Raum. Besonders beeindruckend war jedoch auch die Gastfreundschaft der Familien, ihre Zufriedenheit, das Zusammengehörigkeitsgefühl der Dorfgemeinde und der Wille der Eltern ihren Kindern durch Bildung eine bessere Zukunft zu sichern. In diesem Lichte erschien uns unser hiesiges Quartier schon wieder luxuriös und auch unser Leben in Deutschland wurde in ein vollkommen neues Licht gerückt. Abends erfolgte dann nochmal ein Austausch über die erlebten Erfahrungen, bevor wir müde auf unsere Pritschen fielen.

2 Kommentare:

  1. Hallo Ihr Lieben,

    es ist wirklich bewundernswert, dass Ihr diese Reise angetreten seid und all die dazugehörigen Strapazen in Kauf genommen habt.
    Die vielen, schönen, beeindruckenden, aber auch traurigen Erfahrungen, die Ihr in Bangladesch sammelt, werdet Ihr wahrscheinlich niemals vergessen.
    Wir sind wahnsinnig stolz auf Euch.

    Eure Seite ist echt klasse. Wir freuen uns über jeden neuen Eintrag von Euch und haben das Gefühl ein Stück dabei gewesen zu sein.
    Wir wünschen Euch noch viel Spaß, tolle Erfahrungen und angenehmen Aufenthalt in Bangladesch.
    Kommt gesund zurück.

    Rosa, wir drücken dich gaaaaaanz fest und freuen uns wahnsinnig dich bald wieder zu sehen!

    Viele Grüße aus Tönisvorst, Familie Stoll

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  2. Hallo Ihr Lieben,

    eigentlich können wir uns den Worten von Familie Stoll nur anschließen; sie haben uns aus dem Herzen gesprochen!

    Wir danken euch herzlich, dass Ihr uns mit dem Blogger-Tagebuch an Eurer Reise teilhaben lasst. Nach einem anstrengenden Tag immer noch die Energie und die Konzentration zu finden, diese anschaulichen, ergreifenden und ausführlichen Tagebucheinträge zu schreiben, ist besonders bewundernswert; ebenso wie Euer persönlicher Einsatz bei dieser außergewöhnlichen Reise.
    Ganz besonders die Fotos lassen uns jeden Tag Anteil haben an euren Erlebnissen.

    Ein großes Dankeschön an Frau Manke und Herrn Karsch, dass Sie unsere Kinder begleiten. Dir, liebe Agata, Danke für die Vorbereitung der Reise. Komm uns doch mal wieder besuchen!

    Passt bitte weiter gut aufeinander auf und bleibt gesund.

    Wir freuen uns schon sehr darauf, euch am Dienstag wiederzusehen. Natürlich ganz besonders auf dich, lieber Felix. Wir umarmen dich!

    Liebe Grüße an alle Familie Schuster

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